Psychotherapeutisches Judo



Was ist Judo?

Photobeschreibung: Judowurf

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  • Bist Du ängstlicher als andere?
  • Provozierst Du gerne andere und gehst bei jeder Kleinigkeit gleich in die Luft?
  • Hast Du viel Ärger mit Deinen Eltern oder Lehrern, schlägerst Du Dich oft?



Dann komm doch zum Judo!
Bei mir kannst Du lernen,
wie man richtig kämpft und trotzdem kein Ärger bekommt!


















Informationen für Eltern, Lehrkräfte und Kollegen!

Sie suchen

  • psychologische Beratung und Behandlung durch psychotherapeutisches Judo für Kinder und Jugendliche mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung bei Problemen Zuhause oder in der Schule?
  • einen Dipl. Psychologen mit fünf jähriger psychotherapeutischer Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit einem Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung, Lernen, Aufmerksamkeit, und Wahrnehmung?
  • eine außergewöhnliche, aber seit Jahren sehr erfolgreiche psychotherapeutische Maßnahme für Kinder und Jugendliche mit und ohne Therapieerfahrung?
  • eine psychotherapeutische Maßnahme, die Klienten mit Antisozialer Persönlichkeitsstörung gerne absolvieren?

dann sollten Sie mit mir Kontakt aufnehmen.

Judo ist eine sanfte Sportart. Ziel ist es, ohne Tritt- oder Schlagtechniken den Partner mittels judospezifischer Techniken im Stand aus dem Gleichgewicht zu bringen, sowie mit Hilfe von Bodentechniken auf den Rücken zu legen und festzuhalten. Diese japanische Kampfkunst ist für Schulen und psychopädagogischen Institutionen optimal geeignet, weil das Verletzungsrisiko gering ist. Darüber hinaus erlaube ich das Hebeln und Würgen im Unterricht normalerweise nicht. Ferner ist die Förderung von sozialen Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Fairneß, Toleranz und das Einhalten von Regeln wichtige Bestandteile eines Judounterrichtes. Auch die Vermittlung von gewaltlosen Techniken zur Konfliktbewältigung sowie eine ganzheitliche Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewußtseins gehören zu meinem Judoangebot dazu.

Im Gegensatz zu einem Vereinstraining, steht nicht die Sportart "Judo" im Vordergrund, sondern Judo dient als Medium zur Vermittlung psychotherapeutischer Inhalte. Während des psychotherapeutischen Judotrainings wird auf individuelle Probleme und Ziele der Klientinnen und Klienten durch die Anwendung von Rollenwechsel, partizipierendes Lernen am Modell und Konfrontationsmethoden eingegangen sowie Entspannungstechniken vermittelt.
Der Therapeut führt dafür mit den Klienten sehr viele Gespräche Einzel oder gemeinsam in der Gruppe. Dadurch ist jede Einheit der Psychotherapie gekennzeichnet zum einen mit Episoden aus einem körperlich sehr anspruchsvollen sportlichen Charakter und zum anderen mit Episoden aus Teilen der klassischen kognitiven und Verhaltenstherapie. In beiden Episoden werden die Klienten mit ihren individuellen emotionalen und sozialen Verhaltensweisen konfrontiert. Die gewünschten Denk- und Verhaltensweisen werden während der Interaktion mit den Judopartnern praktisch eingeübt und das jeweilige Verhalten durch die Anwendung von Kontingenz-Management positiv oder negativ verstärkt. Bei Fehlverhalten ist ein Strafentzug nicht möglich. Selbstverständlich berücksichtige ich individuelle Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler wie Alter, Schulbildung, sozialer Hintergrund und Behinderung. Die Psychotherapie endet normalerweise mit einer Judoprüfung.

Der Therapieerfolg ist maßgeblich abhängig von der Mitarbeit der Erziehungsberechtigten und allen beteiligten Institutionen, sodaß Elterngespräche und eine institutionelle Kooperation unerläßlich sind.

Grundsätzlich wird das Ziel einer Rehabilitation oder der Verbleib in der Regelschule anvisiert, das über 90 % der Klienten erreichen. Einzelne Kinder und Jugendliche verzeichnen darüber hinaus auch große Erfolge bei Wettkämpfen im Judo.

Nähere Informationen über das standardisierte psychotherapeutische Phasenkonzept können Sie gerne bei mir erfragen, da Klienten vorab nicht immer alles wissen müssen.



Konzept der integrativen Judo-AG

Seit mehreren Jahren besteht ein erfolgreich und regelmäßig angewandtes Konzept für eine integrative Judo-AG für Förderschulen mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung. Die integrative Judo-AG wird grundsätzlich von einem Sonderpädagogen und mir gemeinsam geleitet. Nach positiven Erfahrungen bei gemeinsamen Gürtelprüfungen fand die Judo-AG im Schuljahr 2010/2011 erstmals integrativ als Kooperation mit einem Wuppertaler Gymnasium statt. Vier bis fünf Schüler der Förderschule mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung im Alter zwischen elf und 14 Jahren trainieren dabei zusammen mit ca. 15 Schülern des Gymnasiums. Das Gymnasium selbst verfügt über eine Integrationsklasse mit dem Förderbedarf Lernen und Autismus, aus der ebenfalls eine Schülerin gelegentlich und ein Schüler regelmäßig teilnahmen. Ziel ist die Teilnahme an einer offiziellen Gürtelprüfung des Deutschen Judobundes und wird grundsätzlich nur auf hohem Niveau bestanden.

Mir kommt als Psychologe ohne psychotherapeutische Zusatzausbildung auf Grund meiner Judoausbildung (z. Z. blauer Gürtel) dabei die Rolle des Haupttrainers und Vermittlers der Lerninhalte nach den Richtlinien des deutschen Judobundes zu. Der Sonderpädagoge übernimmt die Rolle des Co-Trainers, ist aber zugleich Lernender und Trainingspartner der Schüler. Dabei übernimmt der Sonderpädagoge im Gegensatz zu einem Vereinstraining für die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine unterstützende Funktion, gibt in der relativ großen Gruppe Sicherheit und kann Frustrationen und möglicherweise aufkeimenden Konflikten frühzeitig begegnen. Außerdem kann er auf individuelle Probleme und Bedürfnisse der Förderschüler eingehen und mit den Schülern individuelle Förderziele verfolgen.

Die japanische Kampfkunst Judo ist für Schulen optimal geeignet, da das Verletzungsrisiko für eine Kampfsportart sehr gering ist. Als sanfte Kampfsportart mit hohem Körpereinsatz und Körperkontakt, jedoch völligem Verzicht auf Tritt- und Schlagtechniken ist Judo dabei in besonderem Maße geeignet, die Schüler psychomotorisch zu fördern. Neben Motorik und Koordination werden insbesondere Körperwahrnehmung, Selbstwertgefühl, Selbstbewußtsein, Konzentrationsfähigkeit und Sozialverhalten gefördert. Die Schüler lernen, sich selbst in angemessener Weise zu behaupten und dabei Respekt für die Bedürfnisse der wechselnden Trainingspartner zu entwickeln. Aggression wird beim Judo als eine positive Kraft verstanden, die klaren Regeln und Ritualen unterliegt und gegenüber dem Partner mit Respekt und Augenmaß angewandt wird. Ferner werden soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Fairneß und Toleranz gefördert. Auch die Fähigkeit, Regeln zu respektieren und einzuhalten wird durch die starke Ritualisierung beim Judo in besonderem Maße unterstützt und gefördert.

Bei der inhaltlichen Gestaltung der Judostunden kommt der Wechsel zwischen einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne (Erklärungen des Trainers) und einer längeren Bewegungsphase mit Spielen, Einübung der Judotechniken oder Kämpfen den Förderschülern zugute.
Jede Judostunde ist in eine Aufwärmphase mit psychomotorischen Übungen mit Judo-Bezug, eine Trainingsphase mit Erlernen und Einübung einer Judotechnik (Fallschule, Wurf- oder Haltetechnik) und zum Ausklang einem Bewegungsspiel oder Zweikämpfen unterteilt. Der Ablauf des Judotrainings einer integrativen Judo-AG mit renitenten, aggressiven und gewalttätigen Förderschülern ist jedoch auf Grund ständiger Unterbrechungen mit einem Vereinstraining nicht vergleichbar.

Judoanzüge sind aus Erfahrung gerade für Kinder und Jugendliche mit emotionalem und sozialem Förderbedarf wichtig, da sich die Schülerinnen und Schüler auf Grund eingeschränkter Körperwahrnehmung und geringem Einfühlungsvermögen bei hohem Körpereinsatz sonst überdurchschnittlich verletzen.

Die bisherigen Erfahrungen mit der integrativen Judogruppe sind ausgesprochen positiv. Das Setting scheint in besonderem Maße geeignet, Förderschülern das Lernen in einer großen Gruppe zu ermöglichen und sich unter Bedingungen der Regelschule positiv zu erleben.

Insbesondere für mögliche Rückschüler ist dies eine wichtige Erfahrung und ermöglicht auch dem Sonderpädagogen Rückschlüsse über die generelle Fähigkeit des Schülers, sich im Regelschulsetting angemessen zu verhalten. Aber auch die Regelschüler scheinen von der Erfahrung zu profitieren und integrieren die Förderschüler völlig problemlos. Eine spezifische Psychoedukation für die jeweiligen Elterngruppen fördert das Verständnis für den sonderpädagogischem Förderbedarf und wirkt verstärkend auf das Erreichen der individuellen Förderziele.



Meine Behinderung im Unterricht

Obwohl die Schülerinnen und Schüler ermutigt werden, Fragen über meine Blindheit zu stellen, interessieren sich die Kinder und Jugendliche für meine Behinderung nicht und nutzen meine Blindheit auf Grund eines blindenspezifischen Reaktionskonzeptes nicht aus.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler liegt auf der Anwendung judospezifischer Techniken zur Lösung von situationsbedingten Alltagsproblemen und ist die Motivation zum Judounterricht zu kommen.



Referenzen

  • Beratungsstelle der Stadt Wuppertal
    (Familienberatung und schulpsychologische Beratung)
  • Peter-Härtling-Schule - Städt. Förderschule
    mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
  • Gymnasium Bayreuther Straße
  • Ganztagsgymnasium Johannes Rau



Honorarkosten

Für meine Dienstleistung stelle ich in Rechnung
für die vereinbarte Zeit ein Honorar in Höhe von 20 Euro pro 60 Minuten
sowie die Gebühr von 20 Euro für eine Vor- und Nachbereitungsstunde.

Eine psychotherapeutische Judoeinheit für die Dauer von 120 Minuten kostet demnach unabhängig von der Klientenanzahl insgesamt 60 Euro.
Bei Klassenunterricht in Schulen entfällt die Gebühr von 20 Euro für eine Vor- und Nachbereitungsstunde.